Welche ist die richtige Markise für mich?
Welche ist die richtige Markise für mich?
Wer sich eine Markise für Gartenterrasse oder Balkon anschaffen will, der steht vor einer Reihe an Fragen, die es zu klären gilt. Wie groß sollte sie sein, aus welchem Material, handbetrieben oder mit Elektromotor und zuletzt welche Farbe. Ein Großteil der Antworten ergibt sich aus der künftigen Funktion und dem „Einsatzort“ der Markise. Natürlich spielen auch persönliche Vorlieben eine Rolle.
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die gängigen Typen und Modelle sowie deren Verwendungsmöglichkeiten. Zu den beliebtesten und am häufigsten verwendeten Markisenarten zählt die sogenannte Gelenkarmmarkise. Die offene Gelenkarmmarkise kommt europaweit gut an und das hat seine Gründe. Gerade im Haus- und Gartenbereich, also im privaten Umfeld, aber in der gewerblichen Nutzung trifft man sie ebenso oft an. Egal, ob Hülsen-, Halbkassetten- oder Kassettenmarkisen, gemeinsam haben all diese Typen zwei oder mehr Gelenkarme. Am hochwertigsten sind hier die Kassettenmarkisen, was sich auch im Preis niederschlägt.
Objektmarkisen oder Fassadenmarkisen wie Markisoletten, Senkrecht- oder Ausfallmarkisen werden gerne im gewerblichen und kommunalen Bürobereich angewendet und erfüllen dort gleich mehrere unterschiedliche Aufgaben. Dazu gehören Sonnen-, Sicht-, Blend- sowie Wärmeschutz und Fassadengestaltung. Jede dieser Markisen kommt ohne Gelenkarme aus, denn das Markisentuch wird mittels Schwerkraft, zusätzlicher Beschwerung, Gasdruckfeder oder Federkraft gespannt und in Form gebracht. Moderne Fassadenmarkisen verfügen fast ausnahmslos über ein Kassettengehäuse, so dass sie bei eingefahrener Position stets vor Witterungseinflüssen geschützt ist. Meistens werden sie von kleinen Motoren angetrieben, die im Idealfall über einen Regen- oder Lichtsensor aktiviert wird. Die Steuerung der elektrischen Aus- und Einfahrbarkeit sollte je nach Größe des Gebäudes zentral und von einzelnen Stellen aus möglich sein.
Eher für den Innenbereich eignen sich, wie der Name schon sagt, die Wintergartenmarkisen. Meistens geht es dabei um seitlich in Schienen geführte Systeme mit Umlenkgegenzug.
Letzterer besteht entweder aus Textilbändern, Gurten oder Edelstahlseilen. Bei Wintergartenmarkisen ist es unerlässlich darauf zu achten, dass das Markisentuch gut gespannt ist, weil oft relativ große Flächen des Tuches waagrecht aus- und eingefahren werden und schließlich nicht durchhängen sollen. Dieser Markisentyp findet hauptsächlich im privaten
Bereich Anhänger, wobei auch gehobene Restaurants und Gaststätten Ihren Kunden den Luxus eines Wintergartens, der im Sommer gerne auch offen genutzt wird, anbieten.
Natürlich gibt es auch jenseits der gängigen Markisenmodelle Konstruktionen, die für ganz bestimmte Anwendungsgebiete vorgesehen sind. Zu diesen Sondermarkisentypen zählt beispielsweise die Korbmarkise. Man nennt sie auch gerne Rundbogenmarkisen, was sich aus der Form ableiten lässt. Jedoch täuscht vielleicht der Eindruck, dass sie auf Standkörben allein zuhause sind. Man trifft nämlich häufiger an Fassaden vor Cafés oder Boutiquen auf die schmucken Stücke, die je nach Belieben rund, eckig, keilförmig, konkav oder konvex sind.
Letztlich liegt es natürlich bei jedem selbst, was man sich vor das Haus oder über den Balkon, das Schaufenster oder in den Wintergarten hängt. Selbstverständlich fließt auch der Aspekt der Kosten in die Wahl mit ein und nicht zuletzt ist es auch eine ästhetische Frage. Nichts desto trotz sollte jeder sich vorher über die ganz individuellen Anforderungen und Wünsche im Klaren sein, denn es wäre doch ärgerlich, wenn man erst nach der Montage feststellt, dass man sich eigentlich für die falsche Markise entschieden hat.

