Verarbeitung von Markisentüchern

Geschrieben am März 8 2010 - von Markise.tv

Verarbeitung von Markisentüchern

Stich für Stich

Strapazierfähig sollen sie sein, Wind, Wetter und der Sonne müssen sie trotzen – die Rede ist
von Markisenbespannungen. Ob aus Acryl, Polyester-Fasern oder PVC, gemeinsam haben
sie alle eines: Sie werden meist irgendwo und irgendwie vernäht und genau diese Nahtstellen
sind oft der Schwachpunkt, an dem das Material ermüden kann. Bis vor weniger Jahren war
diese Technik trotz ihrer offensichtlichen Nachteile die gängige Methode. Man legte das
Markisentuch doppelt und vernähte es mit zwei parallelen Nähten von etwa 1,5cm Abstand
zueinander im sicheren Stepp- oder Kettenstich. Wie bereits erwähnt waren diese Stellen die
Achilles-Ferse einer jeden Markise, denn durch die Verletzung der Oberfläche beim
Einstechen der Nadeln entstanden Angriffsflächen, die besonders dem starken Sonnenlicht
und der UV-Strahlung zum Opfer fielen. Das Resultat waren eingerissene Ränder und
unschöne Löcher, die bis zur völligen Unbrauchbarkeit der Markise führen konnten.

Die Alternative heißt kleben

Mittlerweile gibt es eine Alternative zur bisherigen Vernähtechnik, die eine ebenso große
Haltbarkeit garantiert und dabei aber die Oberfläche des Acryl-, PVC- oder Polyester-Faser-
Tuches nicht verletzt. Dabei wird ein farbloser Kleber in flüssiger Form oder als Abzieh-Band
aufgebracht. Die beiden Tuchbahnen werden so miteinander verklebt und es entstehen keine
Schwachstellen, die später einmal reißen könnten. Auch ist der Kleber genauso haltbar und
stabil wie die vernähte Variante.


Es wird heiß

Eine weitere Möglichkeit, aus zwei Tuchbahnen eine zu machen, ist die thermische
Verbindung. Hierbei benötigt man weder Kleber noch andere Chemikalien oder Materialien,
denn das Zauberwort lautet Hochfrequenz-Schweißverfahren, kurz HF. Dabei geht es, man
kann es erahnen, um Wärme und Temperatur. Die Faserbestandteile der Textilien reagieren
darauf besonders gut bzw. eigentlich negativ, was bedeutet, dass die Fasern ihre
„Eigenständigkeit“ verlieren und sich bei der Erhitzung miteinander verbinden. Daraus ergibt
sich eine Belastbarkeit der verbundenen Stellen, die der der restlichen Fläche gleicht, wenn
nicht sogar höher ist.
Dort, wo das Markisentuch dann doppelt gelegt ist, egal, ob vernäht, thermisch behandelt
oder geklebt, ist es, wenn man es gegen das Licht oder die Sonne hält, etwas dunkler, doch
da es sich ja nur um einen schmalen Rand handelt, fällt diese Eigenschaft kaum auf und stört
auch nicht weiter.

Der Aufwand lohnt sich

All diese Vorteile sorgen für die zunehmende Beliebtheit der Alternativverfahren zum
herkömmlichen Vernähen der Stoffe, obschon der Fertigungsaufwand größer und der Preis
für diese Markisen damit höher ist. Die Kunden wissen eben zu schätzen, dass die neuen
Techniken weniger unter der UV-Strahlung leiden und deshalb alle Komponenten der Markise
eine längere Lebensdauer aufweisen. All diejenigen, die folglich Wert auf eine langlebige
Markise legen, sind daher gut beraten, auf die Klebe- oder thermische Verbindung
zurückzugreifen. Sie werden es nicht bereuen.

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