Innovationen im Markisenbau
Unser Energiebedarf wächst
Die Markise dient zum Sonnen- und Regenschutz, sieht gut aus und ist pflegeleicht. Diese Attribute allein genügen jedoch den modernen Ansprüchen der Technik und der Verbraucher längst nicht mehr. So wundert es nicht, dass man auch auf diesem Feld unermüdlich forscht, um die Markise noch besser, effizienter etc. zu machen. Ein Durchbruch in Sachen Energie ist einem Hersteller aus Frankreich in Zusammenarbeit mit einer Ingenieursschule gelungen. Es geht dabei um einen Prototypen, der heuer Marktreife erlangen soll. Was dieser Prototyp kann? Mit ihr gehen die Techniker auf das steigende Energieproblem unserer Tage ein. Wir benötigen immer mehr Energie und zugleich gehen uns die alten Rohstoffe wie Erdöl und Kohle aus. Atomkraft gibt es zwar „unendlich lange“, doch deren Risiken kann und will niemand mehr ewig tragen.
Die umweltfreundliche Markise
Was bleibt sind die erneuerbaren Energien und die Energiegewinnung aus Wasser, Wind und Sonne. Letztere ist auch der Energielieferant im Konzept des französischen Herstellers. Ihm ist es gelungen, eine Photovoltaik-Markise zu konzipieren, bei der sehr dünne (< 1 mm) und sehr leichte (900 g/m²) elastische Solarzellen in das spinndüsengefärbte Tuch integriert sind. Sie können von 60 Prozent bis zu 95 Prozent der Markisenoberfläche bedecken. Treffen nun Licht-Photonen auf die Markisenoberfläche und damit auf die Solarzellen, überträgen sie ihre Energie wie in einer ganz gewöhnlichen Solaranlage an die Elektronen im Zellkern. Die Elektronen setzen sich in Bewegung und erzeugen so elektrischen Strom, der über einen Wechseltrichter in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Wie bei allen erneuerbaren Energiequellen wird auch hier geprüft, ob es für die Anschaffung und Installation Fördergelder geben wird. Sicher ist, dass der ins öffentliche Netz gespeiste Strom gut bezahlt wird und die Montage dieser Photovoltaik-Markise nach deren Marktreife und – einführung sicherlich rentiert.
Mitgedacht!
Damit die Stromerzeugung optimal funktioniert und Solarzellen der Markise möglichst lange ihren Dienst tun können (bei guter Pflege immerhin bis zu 20 Jahre), fährt ein an eine
Wetterstation gekoppelter Motor die Markise bei Sonneneinstrahlung aus (allerdings nur bei Temperaturen von über 2 Grad plus, um Frostschäden zu vermeiden) und bei stärkerem Wind
wieder ein.






