Markisentuch aus Acryl
Schön soll sie aussehen, die Markise. Ja, zum Haus bzw. zur Fassade passen muss sie schon, pflegeleicht wäre auch nicht schlecht, modisch ansprechend – die Nachbarn sollen doch bitte vor Neid erblassen – und was noch? Ach ja, bitte auch bezahlbar. Glücklicherweise sind all diese Ansprüche in der heutigen Zeit und mit dem modernen Know-how realisierbar, denn was dem Mann die mögliche Technik bedeutet, ist oft für die Frau die Optik. Schließlich hat sie auch viel Zeit in das Anlegen der Gartenbete oder der Blumenkästen auf dem Balkon verbracht und will ihr mit Liebe drapiertes kleines Arrangement jetzt nicht durch eine erdrückende und zwar nützliche, aber scheußliche Markise zerstören lassen.
Nutzen und ansprechendes Design schließen einander nicht aus!
Also muss etwas gefunden werden, das sowohl praktischen Nutzen erfüllt, als auch ein gewisses optisches Niveau erreicht. Die Lösung ist die Markise mit Acryl-Tuch. Dieses Markisentuch wird aus spinndüsengefärbtem Garn hergestellt, was bedeutet, dass das Garn während des Spinnprozesses eingefärbt wird und daher extrem lichtecht ist. In der Folge verblassen die Farben auch nach vielen Jahren direkter Sonneneinstrahlung nicht, sondern behalten ihre volle Farbbrillanz. Ein leuchtendes Blau, Rot, Grün oder Gelb wird auch nach Jahren noch strahlen. Das Acryl-Markisentuch wird vor allem zum Sonnen- und Wärmeschutz verwendet und kommt besonders gerne bei Gelenkarm- und Wintergartenmarkisen zum Einsatz. Durch eine Imprägnierung sind sie zwar schmutzabweisend und wetterfest, jedoch sollte man sie nicht 365 Tage im Jahr ausgefahren Regen, Sonne, Schnee und Eis aussetzen. Diese Belastung zermürbt mit der Zeit nämlich auch das robusteste Material. Gerade mit Blick auf unsere Klimaentwicklung und mit dem Wissen über das Ozonloch im Hinterkopf ist eine erfreuliche Eigenschaft seine Beständigkeit gegen ultraviolettes Licht, also gegen die Strahlung, die für unsere Haut so schädlich ist und unter anderem Hautkrebs verursachen kann. Mit diesem „Charaktermerkmal“ ist das Acryl-Markisentuch sämtlichen anderen Stoffen beinahe grenzenlos überlegen.
Landesspezifische Unterschiede
Neben all diesen praktischen Details darf natürlich das rein „Schöne“ nicht zu kurz kommen. Daher gibt es die Acryl-Markisentücher in nahezu allen Farben und Mustern. Je nach Land jedoch haben sich regionale Vorlieben herauskristallisiert, die oftmals das Erscheinungsbild ganzer Landstriche prägen. So wird im Norden Europas beispielsweise sehr häufig das Streifenmuster verwendet. In Frankreich und Südeuropa, also in den wärmeren Gefilden, kommen auch verschiedene Druckdesigns zum Einsatz, die allerdings im Gegensatz zu den Multistreifen in Sachen Licht- und Farbechtheit den Tüchern im Norden nicht das Wasser reichen können.
Herstellung
Der größte Teil der heute verwendeten Markisentücher ist mittlerweile größentechnisch standardisiert und wird aus Tuchbahnen mit etwa 120cm Breite konfektioniert. Noch vor einigen Jahren waren Gelenkarmmarkisen eher eine Rarität und man benutzte vor allem Fallarmmarkisen, die mit Tüchern aus nahtlosem Markisestoff bespannt waren. Der Ausfall der Markise hing von der Markisentuch Breite ab, die von 150cm über 210cm bis hin zu 310cm reichte. Mittlerweile ist das aber selten geworden.






