Die Korbmarkise und deren Funktionen


Die Korbmarkise

Einsatzgebiete der Korbmarkise
Die Korbmarkise kommt vorwiegend im Objektbereich bei Schaufenstern zum Schutz der dort platzierten Waren und zur Blendminderung der Scheibe zum Einsatz. Sie dienen dort neben
den genannten Funktionen auch als Sonnen- und Regenschutz für vorbeilaufende Passanten. Die Korbmarkise verdankt ihren Namen dem Umstand, dass die Markisenstoffe hier wie auf
einem Korb verspannt und nicht freitragend sind. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen. Möglich sind feststehende oder klappbare, runde, ovale, trapez-, kegel-,
glocken- und pyramidenförmige Modelle. Als Bezugsstoffe haben sich Lackfolie oder Markisenstoff bewährt.

Fest oder beweglich?
Eine Korbmarkise gibt es grundsätzlich in zwei Ausführungen, der beweglichen, Faltmarkise genannt, und der starren Festmarkise. Tragende Elemente sind in jedem Fall in Gelenkform
miteinander verbundene Rahmenelemente in U-Form, die in der Fachsprache Spriegel heißen. Sie sind meist aus Aluminium gefertigt. Bei beweglichen Markisen greift man für die
Bespannung auf Stoffe aus Acrylgewebe und PVC mit Gewebeeinlage zurück, wobei sich hier eine Faltenbildung nicht vermeiden lässt. Für feste Korbmarkisen benutzt man in der
Regel PVC-Stoffe, die zum Teil mit Gewebeverstärkung versehen sind. Egal, ob bei festen oder beweglichen Markisen – die Bespannung wird befestigt, indem man sie mit
Abdeckstreifen und Ziernägeln auf den Spriegeln festnagelt. Wie die einzelnen Felder dann farblich gestaltet werden, ist schlussendlich jedem selbst überlassen. Sie können auch als
Werbefläche und Namensträger dienen. Am letzten Profil wird zum Abschluss ein Volant angebracht, der das Erscheinungsbild abrundet. Bedient werden Korbmarkisen über Schnur-
und Seilzüge. Über Umlenkungen führt man diese nach unten und dort auf Wickelvorrichtungen. Möglich ist auch ein Aus- und Einfahren mittels Kurbel und Elektromotor. Wichtig bei beweglichen Korbmarkisen ist das Verhältnis der Bauhöhe zum Ausfall. Letzterer darf dabei nämlich nicht größer als die Bauhöhe sein.

Bauformen
Korbmarkisen gibt es in unterschiedlichen Bauformen. Sie reichen von Schaufensterüberdachungen bis hin zu Dächern für Übergänge zwischen zwei Gebäuden oder
als ganze Vordachanlage wie zum Beispiel bei Hotel oder großen Hallen. Für die Nutzung sind jedoch tragende Unterkonstruktionen erforderlich, die vor Ort aufgebaut und montiert
werden müssen. Sonst würde die Markise unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Abgesehen von diesen Sonderbauformen unterscheidet man bei den „normalen“
Korbmarkisen unter zwei Grundtypen, die auf Grund der Konstruktion voneinander verschieden sind. Es besteht zum einen die Möglichkeit, die Anlenkpunkte der Spriegel an das
untere Ende des Markisenkorbes – an der Befestigungsfläche – zu legen. Diese Version bezeichnet man oft als Typ 1. Er ergibt von der Seite her betrachtet einen „runden“ Korb. Die
Formel dafür lautet: Ausfall = Korbhöhe = Bauhöhe. Zum anderen kann man die Anlenkpunkte auch an dem vorhergehenden Spriegel anbringen. Das nennt sich dann Typ 2. Darauf ergibt sich ein flacher Korb, der nach unten gestuft ist. Hier gilt die Formel: Ausfall < Bauhöhe. Ein weiterer Unterschied existiert bei den Spriegelformen.

Sie gliedern sich in die
Rechteckform (Klassik) mit abgerundeten Ecken, runde Form, ovale Form und den Segmentbogen

Was dann davon am besten aussieht, ist Geschmackssache und liegt, wie so vieles, im Auge des Betrachters.




1 Kommentar

  1. Darunia sagt:

    Ich wusste gar nicht, dass man Markisen unterscheidet. Ich selber hab bei mir eine Markisen zu Hause, die man mit einem Gelenkarm ausfahren kann.

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